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Instrumente   Gitarre

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Die Gitarre (griechisch Kithara), ein leierartiges Instrument) ist ein Musikinstrument aus der Familie der Kastenhalslauten, hinsichtlich der Tonerzeugung ein Saiteninstrument, von der Spieltechnik her ein Zupfinstrument.

Gitarre
Klassische Gitarre
WKlassische Gitarre
Klassifikation
Chordophon
Zupfinstrument
Tonumfang:
In Standardstimmung
WIn Standardstimmung
verwandte Instrumente:
Hawaiigitarre, Ukulele
Laute, Banjo, Mandoline

Hinsichtlich der Tonerzeugung wird zwischen akustischen und elektrischen Gitarren (E-Gitarre) unterschieden.

Inhaltsverzeichnis
  1. Stimmung und Tonumfang
  2. Notation
  3. Geschichte
  4. Aufbau

Stimmung und Tonumfang

Die sechs verschieden dicken Saiten der traditionellen Gitarre sind meistens auf E - A - d - g - h - e’ gestimmt (Standardstimmung). Jede Saite klingt somit eine Quarte, das heißt fünf Halbtonschritte, höher als die darunter liegende. Eine Ausnahme ist die h-Saite, die eine große Terz und damit vier Halbtonschritte höher als die darunter liegende g-Saite klingt. Es gibt verschiedene Merksprüche für die Standardstimmung, wobei die bekanntesten lauten:

  • Ein Anfänger Der Gitarre Hat Eifer
  • (die) Erste Auf Der Gitarre Heißt E
  • Eine Alte Dame Geht Hering Essen
  • Eine Alte Deutsche Gitarre Hält Ewig

Diese Stimmung ist erst seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebräuchlich. Gelegentlich werden auch eine oder mehrere Saiten der Gitarre auf andere Töne gestimmt. Eine solche veränderte Stimmung nennt man Skordatur. Häufige Skordaturen in der klassischen Gitarrenmusik sind D - A - d - g - h - e’ oder seltener D - G - d - g - h - e’. Um auf der Gitarre zu spielen wird oft die Skordatur E - A - d - fis - h - e’ verwendet, da so die Intervalle zwischen den Saiten dieselben sind wie zwischen den ersten sechs Chören der Renaissancelaute.

Daneben werden in der nichtklassischen Musik Skordaturen verwendet, bei denen die leeren Saiten einen einfachen Akkord ergeben. Solche Skordaturen werden offene Stimmungen (open tunings) genannt. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Stück Das Loch in der Banane von Klaus Weiland. Durch das Mitschwingen der leeren Saiten erhält die Gitarre einen volleren Klang. Wichtige offene Stimmungen sind:

  • Offene D-Stimmung, (D - A - d - fis - a - d’)
  • Offene G-Stimmung, (D - G - d - g - h - d’)

Die Stimmung D - A - d - g - h - e’ wird als Dropped D-Stimmung manchmal auch zu den offenen Stimmungen gezählt, obwohl die leeren Saiten keinen einfachen Akkord ergeben.

Weit seltener als sechssaitige sind Gitarren mit sieben, acht oder zehn Saiten. Die recht häufige 12-saitige Gitarre besitzt zum herkömmlichen EADGHE-Saitensatz sechs Saitenpaare. Die vier tiefen Saiten (E, A, d und g) werden um höhergestimmte Oktavsaiten und die zwei hohen Saiten (h und e’) um gleich gestimmte Saiten ergänzt. Die so entstehenden, jeweils eng nebeneinander liegenden Saitenpaare werden zusammen gegriffen bzw. angeschlagen. So wird ein volleres Klangbild als bei der 6-saitigen Gitarre erzielt, durch minimale Verstimmungen der Doppelsaiten gegeneinander und der daraus resultierenden Phasenschwingungen ergibt sich ein sphärisch klingender Chorus-Effekt.


S
a
i
t
e
n
Grifftabelle
Bünde 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
e’ f’ fis’/ ges’ g’ gis’/ as’ a’ ais’/ b’ h’ c’’ cis’’/ des’’ d’’ dis’’/ es’’ e’’
h c’ cis’/ des’ d’ dis’/ es’ e’ f’ fis’/ ges’ g’ gis’/ as’ a’ ais’/ b’ h’
g gis/ as a ais/ b h c’ cis’/ des’ d’ dis’/ es’ e’ f’ fis’/ ges’ g’
d dis/ es e f fis/ ges g gis/ as a ais/ b h c’ cis’/ des’ d’
A Ais/ B H c cis/ des d dis/ es e f fis/ ges g gis/ as a
E F Fis/ Ges G Gis/ As A Ais/ B H c cis/ des d dis/ es e

Notation

:

Notation
WNotation
Stücke für Gitarre werden sowohl in Noten als auch in Tabulaturen schriftlich festgehalten. Die Noten für Gitarre werden im oktavierten Violinschlüssel notiert, erklingen also eine Oktave tiefer. Die Tabulaturschreibweise, welche die Saiten der Gitarre nachbildet, geht auf die Lautenmusik der Renaissance zurück. Eigentümlicherweise scheint sich heute der umgekehrte Trend bemerkbar zu machen. Während klassische Gitarrenstücke bevorzugt in Noten angeboten werden, ist die Tabulatur für Musik aus den Bereichen Rock, Pop und Folk populär. Die Tabulatur wird auch von vielen professionellen Interpreten auf der Gitarre bevorzugt, was sich darin zeigt, dass sie selbst ihre Originalstücke in Tabulatur notieren. Dem Gitarrenspieler werden sehr oft beide Variationen gleichzeitig (wie im Bild dargestellt) zur Auswahl angeboten.

Geschichte

Gitarre 1804
WGitarre 1804

Instrumente wie die Gitarre waren bereits vor 5.000 Jahren in Gebrauch. Ägyptische Zeichnungen zeigen Frauen, die Instrumente wie eine Gitarre aus der Zeit der Pharaonen spielen. Der Name Gitarre wurde aus dem Spanischen (guitarra) ins Deutsche entlehnt und geht über Arabisch qi-t_a-rah und Aramäisch qipa-ra- letztlich auf das altgriechische Wort Kithara zurück, das ein leierähnliches Instrument der griechischen Antike bezeichnet. So lässt sich auch über die Wortgeschichte darauf schließen, dass es die Mauren waren, die das Instrument im 10. Jahrhundert nach Spanien brachten.

Die spanische Vihuela aus der Renaissance ist die Vorform der heutigen Gitarre. Sie hat einen schmalen Korpus und eine Wirbelplatte.

Frühgeschichte

Es wird vermutet, dass die Ursprünge der Gitarre auf eine Weiterentwicklung eines Monochords zurückgehen, das selbst wahrscheinlich aus einem einfachen Pfeil und Bogen entstanden ist. Diese Vermutung stützt sich jedoch lediglich darauf, dass ähnliche Instrumente wie das Berimbau noch heute im Einsatz sind, und es zwischen solchen Instrumenten und anderen gitarrenähnlichen Instrumenten wie z. B. der türkischen Saz oder der indischen Sitar (beachte die Namensähnlichkeit zu Gitarre) einen nahezu nahtlosen Übergang gibt. Wann und wo zum ersten Mal auf einer echten Vorgängerin der Gitarre gespielt wurde, ist jedoch ungewiss. Abbildungen aus Mesopotamien und Ägypten von Saiteninstrumenten mit einem Hals sowie einem Resonanzkörper weisen jedoch auf einen Ursprung in den frühen Hochkulturen hin.

Auch die Griechen spielten auf Saiteninstrumenten, jedoch eines anderen Typs, den so genannten Jochlauten. Diese bestanden aus einem Schallkörper, der nach oben in zwei seitliche Arme auslief, welche mit einem Querholz verbunden waren. In den so gebildeten Rahmen wurden die Saiten gespannt. Eines dieser Jochlauten-Instrumente wurde damals als „Kithara“ bezeichnet; die etymologische Herkunft ist bis heute leider ungewiss.

Das Leierinstrument erfreute sich, nach der Eroberung Griechenlands von dort importiert, im römischen Reich großer Beliebtheit. Aber auch Saiteninstrumente mit Resonanzkasten und Hals waren in Gebrauch und machten sogar einen wichtigen Schritt in ihrer Entwicklung. Der ursprünglich längs über den gesamten Resonanzkörper hinweg gehende Hals wurde nämlich stattdessen an den Körper angesetzt, wie es bei heutigen Gitarren auch noch der Fall ist. Diese Instrumente wurden hauptsächlich von der Unterschicht gespielt, also auch den Soldaten, die das Instrument während der Punischen Kriege (264-146 vor Christus) nach Spanien brachten. Hier grenzt sich der Begriff „Kithara“ jedoch von seiner griechischen Bedeutung ab und bezieht sich von nun an nicht mehr auf die ursprüngliche Jochlaute.

Mittelalter

Durch den Einfluss des Christentums änderten sich auch die Anforderungen an die Instrumente. Besonders die Entstehung der Mehrstimmigkeit forderte eine Weiterentwicklung der Bauform. Der Resonanzkörper wurde nun vorwiegend aus Brettchen zusammengeleimt und die Seitenteile nach außen gebogen, um dem Druck, der durch den angesetzten Hals ausgeübt wurde, standhalten zu können. Außerdem hatten die Instrumente keinen bauchigen Körper mehr, sondern einen zunehmend flachen, wie wir es von den heutigen Gitarren her kennen.

Zwar waren diese Instrumente auch im übrigen Europa bekannt, doch wurden sie hauptsächlich in Spanien verwendet. Seit dem Jahr 711 herrschten dort die Mauren, welche aus ihrer Heimat ein bereits voll ausgereiftes Instrument, die arabische Laute (arab.: oud = „Holz“), mitbrachten, welche ohne Bünde gespielt wird. Aus der Oud entwickelte sich in ähnlicher Bauweise die Renaissancelaute mit Bünden. (Kordeln aus Darm oder ähnlich festem Material wurden im richtigen Abstand um den Hals „gebunden“). Die Spanier entwickelten aus ihr die Vihuela, welche die selbe Besaitung, aber einen flachen Körper hat. Diese wurde bis zur heutigen Gitarre weiterentwickelt.

Renaissance, Barock und Romantik

Die Musik des 17. Jahrhunderts ist zum großen Teil in Form von Tabulaturen überliefert, nach denen, neben einigen damals sehr berühmten Berufsmusikern, auch viele Laien spielen konnten. Als jedoch in der Barockzeit die Musik akkordlastiger wurde, schaffte nur die „Guitarra“ die nötigen baulichen Anpassungen; die Vihuela starb aus. Auch diese Entwicklung vollzog sich auf spanischem Boden, mit geprägt durch Gaspar Sanz und seine Gitarrenschule („Instrucción de música sobre la guitarra española“), und so wurde die Gitarre mit der Zeit als „Guitarra española“ – nun fünfchörig – bezeichnet.

Mit dem Fortschreiten des Barock tendierte die Spielweise wieder vom „rasgueando“, dem Schlagen von Akkorden, zum kontrapunktischem Spiel, dem „punteando“, bis ein endgültiger Bruch schließlich in die Frühklassik mündete. Während dieser Zeit änderte sich die Besaitung der Gitarre ständig, da nun die Melodie, als tragendes Element, in den Vordergrund trat und viel experimentiert wurde, um neue Erfahrungen zu gewinnen.

Auf diese Weise wandelte sich die fünfchörige Barockgitarre letztendlich zur sechssaitigen Gitarre des 19. Jahrhunderts, mit einer robusteren und im Vergleich zu den vielen Verzierungen der Barockgitarre funktionaleren Bauweise. Für den Klang bedeutsam war der Einbau von Resonanzleisten, welche die Schwingungen auf den gesamten Körper übertrugen, so dass die Töne lauter wurden.

Spätgeschichte

Ihre klassische Epoche durchlebte die Gitarre hauptsächlich im deutschsprachigen (Wien) und französischsprachigen (Paris) Raum. Die Hauptkomponisten für das Instrument waren neben anderen in Paris Fernando Sor (1778–1839), Dionisio Aguado (1784–1849) und Napoléon Coste (1805–1883) sowie in Wien Mauro Giuliani (1781–1828) und Johann Kaspar Mertz (1806–1856). Schon in der Romantik führen jedoch einige Entwicklungen wieder nach Spanien. Der Gitarrist Francisco Tárrega (1852–1909) beschritt dort mit seinen bis heute üblichen Griff- und Anschlagtechniken neue Wege. Zur gleichen Zeit vervollkommnete der Gitarrenbauer Antonio de Torres (1817–1892) die Gitarre in Form und Abmessungen, Anordnung der Resonanzleisten und mechanischen Details.

Zwar gab es im 20. Jahrhundert – auch bedingt durch elektronische Technologien – viele Neuerungen, doch deren Auswirkungen werden sich erst zu einem späteren Zeitpunkt abschließend beurteilen lassen. Die Torres-Gitarre ist bis heute die Grundlage einer jeden klassischen Konzertgitarre geblieben.

Aufbau

Klassische Gitarre in Front- und Seitenansicht, wichtige Teile beschriftet
WKlassische Gitarre in Front- und Seitenansicht, wichtige Teile beschriftet

Grundform

In der Regel besteht eine Gitarre im Wesentlichen aus einem Korpus, der als Resonanzkörper dient und einem damit verbundenen Hals, über den die Saiten laufen und der üblicherweise in einem Kopf endet.

Hals

Während spezielle Formen der Gitarre (besonders spezielle E-Gitarren) quasi keinen Korpus und/oder keinen Kopf besitzen, ist allen Gitarren der Hals gemeinsam. Eine minimale Gitarre hat ausschließlich einen Hals, über dem zwischen Sattel (am Kopf) und Steg (auf dem Korpus) Saiten der Dicke nach geordnet aufgespannt sind.

Der Sattel einer Gitarre kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Am verbreitetsten unter den Gitarren ohne „Floyd Rose“ - Tremolo sind Kunststoff und Knochen. Beide werden entweder in einer Nut vor dem „nullten“ Bund fixiert (Fender-style) oder einfach an das Ende des Griffbretts geleimt (Gibson-style). Kunststoff zeichnet sich dadurch aus, dass er preiswert und leicht zu bearbeiten ist. Knochen hingegen hat die besseren Klangeigenschaften. Bei Knochensätteln wird zwischen zwei verschiedenen Materialien unterschieden: der ausgekochte und nahezu weiße, gebleichte Knochen und sogenannte „Vintage Bone“-Sättel, die aus nichtausgekochtem, ungebleichtem Rinderknochen bestehen. Diese werden auch „Fettsättel“ genannt, da sie aufgrund des im Knochen verbliebenen Fettanteils für eine Schmierung in den Kerben sorgen. „Vintage Bone“ - Sättel haben eine leicht gelbliche Färbung. Aufgrund ihrer guten Verarbeitbarkeit und der Schmiereigenschaften sind auch verschiedene Kunststoff/Graphit – Mischungen im Einsatz.

Bei heutigen Gitarren besteht der Hals meistens nicht aus einem Stück, sondern hat ein aufgeleimtes Griffbrett, über das die Saiten laufen. Diese Konstruktion hat zum einen Vorteile für die Stabilität des Halses, zum anderen hat die Wahl der Hölzer für Hals und Griffbrett einen erheblichen Einfluss auf den Klang und die Bespielbarkeit der Gitarre.

Bei klassischen Gitarren mit Darm- oder Kunststoffsaiten besitzt ein einfacher massiver Holzhals ausreichend Stabilität, um dem Zug der Saiten ohne störende Verformung standzuhalten. Viele Instrumente mit Stahlsaiten, vor allem E-Gitarren und ganz besonders E-Bässe, besitzen jedoch noch einen in den Hals eingelassenen Halsspannstab (auch truss rod oder Trussrod). Dieser liegt etwa in der Mitte des Halses in einem gebogenen Kanal und bewirkt eine Vorspannung des Halses entgegen der Saitenzugspannung.

Typische Gitarren haben auf dem Hals Bünde. Diese helfen, die Saite beim Greifen zu verkürzen, um einen bestimmten Ton beim Anschlagen zu erzeugen. Jedes Bundstäbchen entspricht dabei einem Halbtonschritt. Heutzutage sind die meistens aus Metall (z. B. Nickel) bestehenden Bünde unverrückbar in das Griffbrett eingelassen. Diese Bauweise erlaubt es eigentlich nicht, Zwischentöne zu erzeugen. Mit geeigneten Spieltechniken (z. B.Ziehen, Bottleneck bzw. Slide) ist aber auch das möglich.

Der Hals ist je nach Art der Gitarre am Griffbrett flach oder gewölbt, breit oder schmal. Hierbei haben klassische Gitarren eher einen breiten und flachen Hals, Stahlsaitengitarren eher schmale und gewölbte Hälse.

Kopf

Am Ende des Halses befindet sich der Kopf/die Kopfplatte, an der das eine Ende der Saiten an den Wirbeln befestigt ist. Mittels der Wirbel werden die Saiten gespannt und durch Regulierung der Spannung gestimmt. Der notwendige Druck auf den Sattel entsteht dabei durch die Abwinkelung der Saiten gegenüber dem Hals. Je nach Bauform wird diese Abwinkelung entweder durch die Abwinkelung der Kopfplatte oder durch andere geeignete Maßnahmen wie z. B. Saitenniederhalter oder gestaggerte Mechaniken (zum Ende der Kopfplatte niedriger werdende Wirbel) erzielt.

Spezielle Bauformen von Kopfplatten gibt es vor allem bei manchen neueren E-Gitarren. So gibt es beispielsweise Klemmsattel, bei denen die Saiten am Sattel arretiert werden, um besonderes in Verbindung mit Vibratosystemen eine bessere Stimmstabilität zu erzielen. Noch extremer ist der komplette Verzicht auf eine Kopfplatte. In beiden Fällen werden die Wirbel durch Stimmmechaniken am Steg ergänzt oder gar ersetzt. Das heißt, die eigentliche Stimmfunktion wandert an das andere Saitenende auf dem Korpus.

Schallloch einer Akustik-Gitarre
WSchallloch einer Akustik-Gitarre

Korpus

Der Korpus ist je nach Bauform der Gitarre stark unterschiedlich ausgeprägt. Bei akustischen Instrumenten (im Gegensatz zu elektrischen) besteht er meistens aus einem leichten hölzernen Resonanzkörper, bestehend aus Boden, Zargen und Decke. Die Decke besitzt dabei ein meistens kreisrundes Schalloch. Es gibt jedoch, vor allem im Bereich der E-Gitarren, noch zahlreiche andere Bauformen wie z. B. Halbresonanz-Gitarren oder Solidbody-Gitarren (ohne Hohlkörper).

Auf dem Korpus befindet sich der Steg. An diesem ist das andere Ende der Saiten befestigt, oder – zumeist bei elektrischen Gitarren – unterhalb davon an einem Saitenhalter. Auch für den Steg gibt es zahlreiche unterschiedliche Bauformen mit unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten für Saitenlage, exakte Mensur einzelner Saiten oder auch mit Sonderfunktionen (z. B. Tremolo-Hebel).

Spezielle Bauformen

Gitarren gibt es in unterschiedlicher Größe und Mensur. So gibt es unter anderem Kindergitarren und auch speziell für kleinere Menschen angefertigte Instrumente wie zum Beispiel so genannte Frauengitarren, die unter anderem von Künstlern wie Prince gespielt werden.

Beim Bau der Gitarre werden traditionell Hölzer für den Korpus und den Hals verwendet. Jedoch kommen auch hier vereinzelt andere Materialien, wie zum Beispiel Metall, Verbundwerkstoffe oder Carbon zum Einsatz. Bei den Hölzern werden in der Regel spezielle Klanghölzer verwendet, die je nach Gitarrenart und Eigenschaft in unterschiedlichen Kombinationen beim Gitarrenbau verwendet werden.

Speziell Flamenco-Gitarren sind mit einem Golpeador bestückt, einer dünnen Kunststoffschicht, die das Schallloch von drei Seiten umgibt und die Gitarrendecke vor Beschädigungen schützen soll, z. B. bei Verwendung der perkussiven Technik Golpe. Ein Golpeador kann auch nachträglich an einer Gitarre angebracht werden.



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